Auf Whatnot verkaufen: Steuern

Wer aus Deutschland auf Whatnot verkauft, verkauft direkt an seine Käufer und stellt die Rechnungen selbst aus; Vertragspartner für die Gebühren ist Whatnot Europe Ltd. in Irland. Laut den Whatnot-Nutzungsbedingungen müssen Verkäufer aus der EU umsatzsteuerlich registriert sein.

Dein Vertragspartner

  • Whatnot Europe Ltd., Cork (Irland), USt-IdNr. IE4032839GH, laut den Nutzungsbedingungen für die EU (Version 2.2 vom 1. Juni 2026).
  • Whatnot ist laut Nutzungsbedingungen nicht Partei des Kaufvertrags zwischen dir und deinem Käufer.

Umsatzsteuer-Registrierung

  • Laut Nutzungsbedingungen müssen Verkäufer aus der EU in der EU umsatzsteuerlich registriert sein.
  • Ob du als Kleinunternehmer ohne USt-IdNr. verkaufen kannst, beschreiben die Whatnot-Hilfeseiten nicht einheitlich. Kläre das vor dem Start mit Whatnot und deiner Steuerberatung.

Gebühren und Reverse-Charge (Stand 01.11.2026)

  • Hast du deine USt-IdNr. bei Whatnot hinterlegt und ist sie bestätigt, berechnet Whatnot seine Gebühren ohne Umsatzsteuer. Du meldest die Umsatzsteuer darauf selbst (Reverse-Charge, § 13b UStG) und ziehst sie mit Regelbesteuerung als Vorsteuer wieder ab.
  • Ohne hinterlegte USt-IdNr. berechnet Whatnot auf seine Gebühren Umsatzsteuer zum Regelsatz deines Landes.
  • Für die Zahlungsabwicklung berechnet Whatnot laut Hilfe 2,42 % + 0,25 € je Transaktion auf den Gesamtbetrag, den der Käufer zahlt; die Provision fällt nur auf den Artikelpreis an.
  • Die Gebührenrechnung für den Vormonat findest du ab dem 10. eines Monats im Seller Hub unter Finances → VAT Invoices.

Rechnungen an deine Käufer

  • Die Rechnungen an deine Käufer stellst du in deinem eigenen Namen aus. Laut Whatnot-Hilfe erstellt Whatnot keine Rechnungen für Käufer.
  • Nur bei bestimmten Verkäufen geringen Werts zwischen der EU und Großbritannien gilt Whatnot selbst als Verkäufer; dann stellst du keine Rechnung aus.

Meldung nach DAC7

Whatnot meldet deine Verkäufe an die irische Steuerbehörde, die die Daten an die Steuerbehörden deines Wohnsitzlandes weitergibt, sobald du im Jahr 30 Verkäufe oder 2.000 € erreichst. Eine Kopie findest du im Seller Hub unter „Digital Platform Reporting“.

Auszahlungen und Buchhaltung

  • In Deutschland ist dein Guthaben laut Whatnot vier Tage nach dem Erstellen des Versandlabels verfügbar, mit Early Payout sofort. Die Auszahlung startest du selbst; sie kommt in ein bis zwei Werktagen.
  • Die Aufschlüsselung der Gebühren steht je Bestellung im Seller Hub. Offizielle Belege sind die monatlichen Seller Statements und die Gebührenrechnung.
  • Buche den Verkauf als Einnahme, die Gebühren als Ausgabe und die Auszahlung als Umbuchung über ein Verrechnungskonto, so wie bei eBay.

Beispiel

Whatnot berechnet dir für Oktober 120 € Gebühren ohne Umsatzsteuer, weil deine USt-IdNr. hinterlegt ist. In der Voranmeldung meldest du 22,80 € Umsatzsteuer nach § 13b UStG und ziehst dieselben 22,80 € als Vorsteuer ab. Als Kleinunternehmer zahlst du die 22,80 €.

Wie Intere hilft

Intere erstellt die Rechnungen an deine Whatnot-Käufer, gleicht deine Whatnot-Auszahlungen ab und ordnet die Gebührenrechnungen der passenden Auszahlung zu – gebucht in Lexware Office oder sevDesk.

Auszahlungen abgleichen

Häufige Fragen

Brauche ich für Whatnot eine USt-IdNr.?
Laut den Whatnot-Nutzungsbedingungen müssen Verkäufer aus der EU umsatzsteuerlich registriert sein. Mit hinterlegter USt-IdNr. berechnet Whatnot seine Gebühren ohne Umsatzsteuer.
Stellt Whatnot die Rechnungen an meine Käufer aus?
Nein. Laut Whatnot erstellen die Verkäufer die Rechnungen, in ihrem eigenen Namen.
Wohin meldet Whatnot meine Verkäufe?
An die irische Steuerbehörde. Sie gibt die Daten an die Steuerbehörden deines Wohnsitzlandes weiter.